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Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken)

Dam Thuringia, Germany

Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken) – Ein verstecktes Juwel fĂŒr Naturliebhaber und Technikbegeisterte in ThĂŒringen

Entdecken Sie das faszinierende Pumpspeicherkraftwerk, das das deutsche Stromnetz versorgt – eingebettet in die sanften HĂŒgel des ThĂŒringer Waldes.


1. EinfĂŒhrung

Wenn Sie denken, Deutschlands berĂŒhmteste SehenswĂŒrdigkeiten seien nur Schlösser, Kathedralen und das Oktoberfest, dann irren Sie sich. Versteckt im Herzen des ThĂŒringer Waldes liegt das Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken) – ein modernes Wunder, das hochmoderne Ingenieurskunst mit alpinem Panorama verbindet. Ob Sie ein Fotografie‑Enthusiast auf der Jagd nach dramatischen Wasserreflexionen sind, ein Wanderer, der ruhige Pfade sucht, oder ein neugieriger Reisender, der sehen möchte, wie erneuerbare Energie in der Praxis funktioniert – dieser Staudamm bietet ein einzigartiges Tagesausflugs‑Erlebnis, das noch abseits der ĂŒblichen Touristenpfade liegt.


2. Über das Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken)

Was ist das?

Das Pumpspeicherwerk Goldisthal ist ein Pumpspeicherkraftwerk – im Prinzip eine riesige Batterie, die ĂŒberschĂŒssigen Strom speichert, indem Wasser vom Unterbecken in ein Oberbecken gepumpt wird. Bei Bedarf wird das Wasser wieder abgelassen und erzeugt so Strom. Das Unterbecken, das untere Becken, liegt bei den Koordinaten 50.511031, 11.002930 in der Gemeinde Goldisthal, ThĂŒringen, Deutschland.

Kurzgeschichte

Der Bau des Goldisthal‑Pumpspeichersystems begann Anfang der 2000er‑Jahre im Zuge von Deutschlands Bestreben, erneuerbare Energien stĂ€rker zu integrieren. Das Werk ging 2009 offiziell in Betrieb und entwickelte sich rasch zu einer der wichtigsten flexiblen Energiequellen des Landes. Die genaue Höhe des Damms ist nicht öffentlich, doch sein Volumen und seine strategische Lage machen ihn zu einem SchlĂŒsselakteur fĂŒr die Balance von Wind‑ und Solarstrom im deutschen Stromnetz.

Warum das wichtig ist

  • Energiesicherheit: Durch das Speichern von Überschussstrom hilft das Werk, das Netz bei Spitzenlasten oder wenn Wind‑ und Solarproduktion nachlassen, zu stabilisieren.
  • Umweltschutz: Pumpspeicher nutzt Wasser – ein sauberes Medium – und vermeidet die Emissionen von konventionellen Spitzenkraftwerken.
  • Touristischer Reiz: Die umgebende Waldlandschaft, das kristallklare Reservoir und gut gepflegte Aussichtspunkte bieten ideale Kulissen fĂŒr Naturfotografie und gemĂŒtliche Wanderungen.

FĂŒr technische Details schauen Sie gern auf den deutschen Wikipedia‑Eintrag: Pumpspeicherwerk Goldisthal.


3. Anreise

Mit dem Auto

  • Von Erfurt (ca. 120 km): A4 Richtung Dresden, Ausfahrt Bischofswerda, dann B96 sĂŒdwĂ€rts nach Goldisthal. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden.
  • Von Dresden (≈100 km): A4 Richtung Erfurt, Ausfahrt Bischofswerda, weiter auf der B96 nach SĂŒden.

ParkplĂ€tze gibt es am Besucherzentrum Goldisthal (kostenlos fĂŒr Tagesbesucher, PlĂ€tze in der Hauptsaison begrenzt).

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Zug: Der nĂ€chste Bahnhof ist Saalfeld (Saale), ein regionaler Knotenpunkt an der Leipzig–Dresden‑Strecke. Von Saalfeld nimmt man den Bus 622 (Saalfeld → Goldisthal), der werktags stĂŒndlich und am Wochenende alle zwei Stunden fĂ€hrt.
  • Bus: Direktverbindungen aus Erfurt und Dresden halten ebenfalls in Goldisthal, allerdings seltener – bitte den thĂŒringischen Nahverkehrs‑Portal (VMT) fĂŒr aktuelle FahrplĂ€ne prĂŒfen.

Mit dem Fahrrad

Der ThĂŒringer Wald ist von gut ausgeschilderten Radwegen durchzogen. Der Rennsteig verbindet sich mit Nebenstrecken, die direkt zum Staudamm fĂŒhren – ein lohnender Tagesausflug fĂŒr geĂŒbte Radfahrer.


4. Beste Besuchszeit

Jahreszeit Highlights Warum besuchen
FrĂŒhling (April‑Mai) Frisches GrĂŒn, blĂŒhende Wildblumen, milde Temperaturen (10‑18 °C) Ideal fĂŒr Fotografie und gemĂŒtliche Wanderungen.
Sommer (Juni‑August) Lange Tage (bis zu 16 h), warmes Wetter (20‑25 °C) Perfekt fĂŒr Picknicks am Reservoir und gefĂŒhrte Bootstouren (wenn angeboten).
Herbst (September‑Oktober) Goldene LaubfĂ€rbung, klare Luft, weniger Besucher Dramatischer Kontrast zwischen WasseroberflĂ€che und bernsteinfarbenen BlĂ€ttern – ideal fĂŒr Landschaftsaufnahmen.
Winter (November‑MĂ€rz) Schneebedeckte Umgebung, ruhige AtmosphĂ€re Wer stille WinterspaziergĂ€nge mag, erlebt die Silhouette des Damms vor einem frostigen Himmel.

Tipp: Das Besucherzentrum ist ganzjĂ€hrig geöffnet, gefĂŒhrte Touren können im tiefen Winter eingeschrĂ€nkt sein. PrĂŒfen Sie die offizielle Website vor Ihrer Anreise.


5. Was Sie erwartet

Das Besuchserlebnis

  • Willkommenszentrum: Starten Sie im modernen Informationspavillon, wo mehrsprachige Exponate die Pumpspeicher‑Technik einfach erklĂ€ren. Interaktive Bildschirme lassen Sie simulieren, wie Wasser zwischen Unter‑ und Oberbecken zirkuliert.
  • Panorama‑Wege: Ein befestigter Rundweg um das Unterbecken bietet zahlreiche Aussichtspunkte. Informationsschilder weisen auf heimische Flora (z. B. Rotbuche und Silber-Tanne) und Fauna wie Reh und MĂ€usebussard hin.
  • Aussichtsplattform: Die höchste Plattform liefert einen Panoramablick auf die Staumauer, das schimmernde Wasser und die umliegenden WaldkĂ€mme. Ein Teleobjektiv lohnt sich – das Sonnenlicht erzeugt funkelnde Reflexionen.
  • Fotomöglichkeiten: FrĂŒher Morgen (Sonnenaufgang) und spĂ€ter Nachmittag (Goldene Stunde) sind die besten Zeiten, um die geometrischen Linien des Damms vor dem Himmel festzuhalten. Die nahegelegene Goldborn‑Quelle liefert zudem einen kleinen Wasserfall fĂŒr Nahaufnahmen.

Serviceangebote

  • Toiletten: Saubere Anlagen im Besucherzentrum.
  • CafĂ©: Kleines CafĂ© mit regionalen Snacks – probieren Sie die ThĂŒringer Rostbratwurst zusammen mit einem lokalen Apfelwein.
  • PicknickplĂ€tze: Vorgesehene Tische am Ufer ermöglichen ein Essen mit Aussicht.

6. SehenswĂŒrdigkeiten in der Umgebung

WĂ€hrend das Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken) das Highlight ist, gibt es weitere charmante Stopps, die Ihren Tagesausflug abrunden:

Attraktion Entfernung Was man sehen kann Link
Goldborn‑Quelle 1,4 km Kristallklarer Bergquell, umrahmt von Moosfelsen – ideal fĂŒr einen kurzen Naturspaziergang. Goldborn‑Quelle
Marienbrunnen 1,8 km Historischer Quell mit steinernen Pavillon, perfekt fĂŒr eine ruhige Pause. Marienbrunnen
Pumpspeicherwerk Goldisthal (Vorsperre) 2,3 km Das Oberbecken des gleichen Systems – bietet einen Blick aus höherer Lage. Goldisthal Vorsperre
Brunnen im Kurpark 2,3 km Dekorativer Brunnen in einem angelegten Park, gut fĂŒr Familien. Brunnen im Kurpark

Alle Orte sind zu Fuß oder mit dem Rad in kurzer Zeit erreichbar, sodass Sie einen entspannten Rundweg durch Wald und Wasserlandschaften legen können.


7. Reisetipps

  1. Öffnungszeiten prĂŒfen – Das Besucherzentrum hat in der Regel von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, saisonale Abweichungen sind möglich. Vorab auf der offiziellen Seite nachsehen.
  2. Wettergerechte Kleidung – Auch im Sommer können die Morgen am Wasser kĂŒhl sein. Schichten und wasserdichte Schuhe sind empfehlenswert, besonders bei Besuchen der Quellen.
  3. Fernglas mitnehmen – Vogelbeobachter freuen sich ĂŒber Weißkopfseeadler und Eisvögel entlang des Reservoirs.
  4. Umwelt respektieren – Das Gebiet ist ein geschĂŒtztes Trinkwasserbecken. Auf markierten Wegen bleiben, keinen MĂŒll hinterlassen und nicht im Reservoir schwimmen (es ist Trinkwasser).
  5. Parken – An belebten Sommerwochenenden frĂŒh ankommen, um einen Parkplatz zu sichern. Bei voller Anlage gibt es begrenzte StraßenparkplĂ€tze in der NĂ€he.
  6. Fotografie – Ein Polarisationsfilter reduziert Spiegelungen, ein Stativ ist fĂŒr Aufnahmen bei Sonnenauf- oder -untergang hilfreich.
  7. Wanderung kombinieren – Der Rennsteig verlĂ€uft etwa 5 km von Goldisthal entfernt. Eine Halbtageswanderung, die am Damm endet, rundet den Tag perfekt ab.
  8. Regionale KĂŒche – Probieren Sie ThĂŒringer KlĂ¶ĂŸe in einer GaststĂ€tte im Dorf Goldisthal.

Fazit

Das Pumpspeicherwerk Goldisthal (Unterbecken) steht vielleicht nicht auf den ĂŒblichen „Top‑10‑Deutschlands‑SehenswĂŒrdigkeiten“-Listen, bietet aber eine fesselnde Kombination aus technischer Faszination, natĂŒrlicher Schönheit und ruhiger Outdoor‑Freizeit. Vom sanften PlĂ€tschern des Unterbeckens bis zur majestĂ€tischen Waldkulisse fĂŒhlt sich jeder Besuch an wie ein lebendiges Lehrbuch fĂŒr nachhaltige Energie – und als perfekter Spot fĂŒr Ihren nĂ€chsten Instagram‑Carousel.

Packen Sie die Kamera ein, schnĂŒren Sie die Wanderschuhe und machen Sie sich auf nach Goldisthal. Sie werden ein neues VerstĂ€ndnis dafĂŒr gewinnen, wie Deutschland seine Zukunft mit Energie versorgt und gleichzeitig den zeitlosen Charme der thĂŒringischen Landschaft bewahrt.

Gute Reise!

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